Viele Ökonomen sagen langfristig einen deutlichen Anstieg der Gaspreise voraus. Und auch wenn davon momentan vielleicht noch nicht sehr viel zu spüren ist, profitieren die meisten Verbraucher kaum von den derzeit eher niedrigen Gaspreisen. Der Grund: Die Energieversorger, also die Anbieter, geben die Preisvorteile nicht immer an ihre Kunden weiter. Wer seinem bisherigen Anbieter also über viele Jahre arglos vertraut, muss mitunter recht tief ins Portemonnaie greifen, auch wenn sich die Gaspreise über einen längeren Zeitraum in einem eher moderaten Rahmen bewegen. Hier hilft nur ein regelmäßiger Gastarifvergleich. Bei vielen Verbrauchern ist das Erstaunen anschließend groß, denn der Gastarifvergleich bringt ans Licht, was sonst wohl unbemerkt geblieben wäre: Es gibt nämlich durchaus Anbieter, die deutlich günstigere Tarife anbieten. Zum Glück ist es für einen Wechsel aber nie zu spät.

Lieber nicht aus Bequemlichkeit auf den Gastarifvergleich verzichten

Überraschenderweise zeigt sich jedoch immer wieder, dass private Verbraucher ihren Gasversorger noch seltener als den Stromanbieter wechseln. Warum dies so ist, bleibt unklar, in vielen Fällen handelt es sich aber einfach um Bequemlichkeit. Dabei ist ein Gastarifvergleich in wenigen Minuten erledigt und vollkommen unkompliziert. Andere Verbraucher vergessen schlichtweg, ihren Gastarif hin und wieder zu überprüfen und mit anderen Anbietern zu vergleichen. Hier hilft eine kleine Notiz im Kalender, die an den Gastarifvergleich erinnert. Schließlich möchte sich doch eigentlich jeder Verbraucher möglichst niedrige Energiekosten sichern!

Bei Gasanbieterwechsel winkt ein enormes Sparpotenzial

Ersparnis

Bei vielen Gasanbietern ist es Jahr für Jahr das gleiche Spiel: Im Spätsommer oder frühen Herbst, also kurz vor Beginn der jährlichen Heizperiode, ziehen die Gaspreise stark an. Wer dieses Spiel als Verbraucher nicht mehr mitmachen möchte, sollte wissen, dass manche Anbieter ihre Preise in genau dieser Zeit senken. Dies wiederum führt dazu, dass die preislichen Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern immer größer werden. Wer rechtzeitig von einem Gastarifvergleich Gebrauch macht, gerät also erst gar nicht in Gefahr, hohe Gaskosten zahlen zu müssen. Und da die Preisschere zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter extrem groß sein kann, bietet sich Ihnen nicht selten ein Sparpotenzial von jährlich mehreren Hundert Euro.

 

Warum die eigene Recherche ohne Gastarifvergleich zu einem Eigentor werden kann

Natürlich können Sie auf den praktischen Gastarifvergleich verzichten und auf eigene Faust Erkundigungen zu den Preisen der zahllosen Anbieter einholen. Nehmen Sie sich dafür aber am besten Ihren kompletten Jahresurlaub, denn der Aufwand ist immens und Sie werden sehr viel Zeit benötigen. Zum einen ist es für einen Laien sehr schwer, sich im Tarifdschungel der Gasversorger zurechtzufinden, zum anderen tauchen auf dem Markt immer wieder neue Anbieter auf, so dass Sie bei Ihrer Suche ständig von vorne beginnen müssen. Die Folge: Die Recherche strapaziert Ihre Nerven und nimmt viel zu viel kostbare Zeit in Anspruch. Der Gastarifvergleich ist dagegen ein Kinderspiel: Sie benötigen lediglich die Postleitzahl Ihres Wohnortes sowie Ihren durchschnittlichen Jahresverbrauch. Kein stundenlanges Ausfüllen von Formularen, keine aufwendige und zeitraubende Rechnerei mit dem Taschenrechner. Stattdessen können Sie Ihre kostbare Zeit nutzen, um mit Ihren Lieben etwas Schönes zu unternehmen. Und von dem Geld, das Sie durch den Gastarifvergleich einsparen, gönnen Sie sich vielleicht einen kleinen Urlaub.

So rechnen Sie den Gasverbrauch um

Für einen Gastarifvergleich benötigen Sie die Angabe des jährlichen Gasverbrauchs in Kilowattstunden (kWh). Falls jedoch in Ihrer letzten Gasabrechnung der Verbrauch in Kubikmetern angegeben ist, macht das gar nichts. Mit einer unkomplizierten Formel rechnen Sie Ihren Jahresgasverbrauch von Kubikmetern in Kilowattstunden aus.
Führen Sie ganz einfach folgende Rechnung durch: Kilowattstunden (kWh) = Kubikmeter (m³) x Brennwert x Zustandszahl. Sind Ihnen die Werte von Brennwert und Zustandszahl nicht bekannt, multiplizieren Sie die Kubikmeterzahl mit zehn. Dadurch erhalten Sie einen relativ zuverlässigen Schätzwert. Selbstverständlich gibt es auch Erfahrungswerte, die Ihnen wichtige Anhaltspunkte für Ihren Jahresverbrauch liefern. Diese können beispielsweise auch dann sinnvoll sein, wenn Sie in eine neue Wohnung umziehen und noch keine Vergleichswerte haben. Üblicherweise wird bei einer Wohnung mit einer Wohnfläche von 50 Quadratmetern von einem jährlichen Gasverbrauch von etwa 7000 Kilowattstunden ausgegangen. Bei einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern würde der geschätzte Jahresverbrauch also bei rund 14.000 Kilowattstunden liegen. Natürlich sind dies nur Schätzwerte, sie können bei der groben Berechnung jedoch hilfreich sein.

Nach einem Gastarifvergleich den Anbieter wechseln

Gas tanken
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Haben Sie durch den Gastarifvergleich einen günstigeren Gasversorger gefunden? Dann wird es höchste Zeit für einen Wechsel! Schließlich kann jeder, der über einen eigenen Gaszähler verfügt, auch selbst bestimmen, von wem er mit Gas beliefert werden möchte. In der Regel brauchen Sie den alten Gasvertrag aber nicht persönlich zu kündigen, da Ihr neuer Gasversorger fast immer alle anfallenden Formalitäten übernimmt. Nur in Ausnahmefällen kann es sinnvoll sein, die Kündigung selbst in die Hand zu nehmen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn durch ein Versäumnis einer Frist eine deutliche Vertragsverlängerung entstehen würde. Falls Sie Ihren Gastarif kündigen möchten, aber an einen Laufzeitvertrag gebunden sind, ist außerdem nur eine sogenannte Sonderkündigung möglich. Das Recht zur Sonderkündigung haben Sie zum Beispiel dann, wenn Ihr Gasanbieter seine Preise erhöht. Das heißt, Sie können bei einer Preiserhöhung auch während der Mindestvertragslaufzeit den Gasversorger wechseln. Sie sind von einer solchen Preiserhöhung betroffen? Einen neuen und günstigeren Anbieter finden Sie mit einem Gastarifvergleich!

Tipps zum richtigen Gastarifvergleich

Wenn Ihnen der Gastarifvergleich mehrere günstige Anbieter vorschlägt, sollten Sie als Entscheidungshilfe auf die Details der einzelnen Versorger achten. Interessant zu wissen ist beispielsweise, ob der gewünschte Tarif eine Preisgarantie beinhaltet. Außerdem: Welche Kündigungsfristen müssen bei einem erneuten Wechsel eingehalten werden und welche Laufzeit haben die Verträge überhaupt? Müssen Sie die Gaskosten jährlich im Voraus zahlen oder werden monatliche Abschläge fällig? Viele Gasanbieter locken zudem mit einem attraktiven Neukundenbonus. Prüfen Sie, ob dieser Bonus bereits in die Berechnung des Gesamtpreises einbezogen wurde oder separat ausgewiesen wird. Konnten dann alle wichtigen Fragen ausreichend und zu Ihrer Zufriedenheit geklärt werden, steht einem Wechsel des Gasanbieters nichts entgegen.

Den Gastarifvergleich mit einem Stromvergleich kombinieren

Dass Sie durch einen Gastarifvergleich jede Menge Geld sparen können, wissen Sie jetzt. Aber was ist mit Ihren Stromkosten? Setzen Sie auch in punkto Elektrizität auf den besten und günstigsten Anbieter? Clevere Verbraucher verschwenden weder Zeit noch Geld und führen regelmäßig sowohl einen Gastarifvergleich als auch einen Stromvergleich durch. Wenn Sie ohnehin am PC, Laptop, Tablet oder Smartphone aktiv sind, um die Gaspreise zu vergleichen, sollten Sie die Gelegenheit nutzen, um quasi in einem Atemzug auch die Strompreise unter die Lupe zu nehmen. Der Mehraufwand ist minimal und fällt kaum ins Gewicht, das Sparpotenzial kann dagegen leicht doppelt so hoch sein.

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